Am 04. März 2026 besuchten die Abschlussklassen 9 und 10 der Realschule Plus Hoher Westerwald gemeinsam mit ihren Geschichtslehrkräften Nadja Benner, Silke Schmitter-Groß, Frank Heinz, Heinz Rödig und Marko Schiep die Gedenkstätte KZ Osthofen.
Bereits im März 1933, also kurz nach der Machtergreifung Hitlers, wurde die ehemalige Papierfabrik als frühes Konzentrationslager genutzt, in dem politische Gegner und Juden unter dem Vorwand ihrer politischen Gesinnung inhaftiert wurden. Erst in den 1990er Jahren entwickelte sich die Idee das Gebäude und Gelände, das zwischenzeitlich zu verfallen und vermüllen drohte, zu erwerben, um dort eine Gedenkstätte zu errichten.
Schon zu Beginn des Besuchs zeigten die Schülerinnen und Schüler großes Interesse und stellten viele Fragen. Besonders nahegehend waren die bedrückenden Berichte über einzelne Gefangene, ihre Lebenswege und Fluchtversuche. In den Räumen des ehemaligen Lagers erfuhr man, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Verhafteten dort festgehalten wurden: Schlaf auf kaltem Steinboden, kaum Nahrung, keine Möglichkeit zur körperlichen Hygiene – dazu ständige Angst, Gewalt und Willkür.
Viele von uns waren nachhaltig erschrocken über diese Haft- und Lagerbedingungen.
Der Besuch machte uns allen deutlich, wie wichtig das stetige Erinnern und die immanente Verantwortung für unsere deutsche Gegenwart sind.